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Bebaungsplan Heidesiedlung Riensförde

In dem Neubaugebiet Riensförde I sind fast alle Grundstücke verkauft und auf etwa einem Viertel der Grundstücke wurde bereits mit dem Bau begonnen.

In der Zwischenzeit plant die Stadt die Weiterentwicklung auf der anderen Seite der Harsefelder Straße. So wurde kürzlich der „Baubauungsplan 480 – Heidesiedlung Riensförde“ von der Stadt Satde veröffentlicht. Dort sind nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Mehrfamilienhäuser mit 3 Vollgeschossen, ein Kindergarten und „großflächiger Einzelhandel“ vorgesehen.

Das Tageblatt berichtet, dass bereits 2014 der erste Teilabschnitt erschlossen werden soll.

Erdfallgebiet GK5

Der Stefan hat in seinem Baublog einen interessanten Post zum Thema „Sicherung gegen Erdgewalten“ veröffentlicht.

Darin hat er unter anderem ein Dokument zu den „Konstruktiven Anforderungen für Wohngebäude in erdfallgefährdeten Gebieten“ der LBEG (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie). Außerdem verweist er auf den NIBiS Kartenserver vom dem der folgende Kartenausschnitt stammt:

NIBIS® Kartenserver (2012): Karte der Geogefahren in Niedersachsen. - Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Hannover.   Geodatenzentrum Hannover (powered by cardo.map3)-1

Quelle: NIBIS® Kartenserver (2012): Karte der Geogefahren in Niedersachsen. – Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Hannover.

Das blau umrandete Gebiet umzeichnet eine Salzstockhochlage. Die roten Bereiche sind ein Hinweis auf die Erdfallgefährdung. Schön zu sehen, dass dies die obere Hälfte von Riensförde I betrifft.

Genauere Auskunft erteilt das LBEG.

Gruseliges

Sucht man im Netz nach Riensförde und beobachtet die Mitteilungen in der Presse, findet man nicht nur Informationen zu dem geplanten Neubaugebiet, sondern auch zu der Geschichte in Riensförde.

So berichtet zum Beispiel Dietrich Alsdorf über den letzten Richtplatz der Stadt Stade, in Riensförde, wo 1856 die letzte Hinrichtung stattgefunden haben soll. (auch im Tageblatt 16.11.2010)

Im Zuge der Vorarbeiten für das neue Baugebiet haben die Stadtarchäologen den Bereich untersucht. Dabei sind sie auf einen frühmittelalterlicher Friedhof gestoßen, der vermutlich zur Schwedenschanze gehörte. Etwa 70 Gräber und ein Scheiterhaufen konnten ausgemacht werden, wobei ein Teil dieser in Nord-Süd und ein anderer Teil in Ost-West ausgerichtet waren. Daraus kann man auf heidnische und christliche Bestattungen schließen. So kann man die Gräber um die Zeit der Zwangschristianisierung um 800 einordnen. Diese Gegend war also zwischen der späten Völkerwanderungszeit und dem frühen Mittelalter (700 und 900) von Altsachsen besiedelt. Eine Forschungslücke der norddeutschen Archäologie konnte so durch die Funde geschlossen werden. Die Fundstücke und Ergebnisse sollen später im Schwedenspeicher ausgestellt werden. (Bericht archaeologie-stade.de; Artikel Abendblatt 16.06.2012; Artikel Abendblatt 23.07.2012; Artikel Tageblatt 16.06.2012)